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Feige

Fotos: AnnRos (Pixabay)
Feige

Die Feige – eine der ältesten Früchte der Menschheit

Die erste Begegnung mit der Echten Feige führt laut Bibel bis hin zurück zu Adam und Eva. Als diese vom Baum der Erkenntnis aßen und sich ihrer Nacktheit bewusst wurden, hefteten sie Feigenblätter zusammen um ihren Körper zu bedecken. So entstand die Metapher Feigenblatt für "Verhüllung". Doch viel interessanter noch als die Bedeutung des Blattes, ist die der Frucht selbst.

Die Spuren des Feigenbaums reichen weit zurück, bis in die Kreidezeit vor ca. 120 Mio. Jahren. Verschiedene Quellen geben Asien als ihre ursprüngliche Heimat an. Von der Antike an wurde sie dann im gesamten Mittelmeerraum kultiviert und galt als eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Heute kommt die kugelrunde bis tropfenförmige Echte Feige in den Wintermonaten hauptsächlich aus Südamerika, von Juni bis Juli aus Spanien und Italien und von September bis November aus Frankreich und der Türkei und ist so den ganzen Sommer und Herbst frisch auf dem Wochenmarkt und im Fachgeschäft erhältlich. Durch neue Züchtungen ist der Feigenbaum aber frostresistenter und kann auch in deutschen Gebieten angebaut werden. Am wohlsten fühlt sich das Maulbeergewächs dennoch im Mittelmeerraum, denn er bietet ihr tiefgründigen Boden, warme Sommer und milde Winter. Dort sind zwischen 750 und 1000 Arten dieser immergrünen Bäume bekannt. Bis zu 20 Tonnen Frischfeigen beträgt die Ernte jährlich.

Ob die Feige aus dem Süden oder aus Mitteleuropa kommt, erkennt man übrigens an der Farbe: ist sie zur Reifezeit blauviolett, stammt sie wahrscheinlich aus dem Süden, geht ihre Färbung ins grünliche, ist vermutlich Mitteleuropa ihre Herkunftsregion. Noch ein kleiner Tipp für die Lagerung: Feigen werden am besten möglichst bald verzehrt, da sie bereits zur Ernte voll reif sind. Bis dahin ist es ratsam, sie abgedeckt und frei nebeneinander im Kühlschrank aufzubewahren. In den südlichen Ländern Europas wird die Feige zu extravaganten Köstlichkeiten verarbeitet: dazu gehören Dessertweine aus dem Saft der reifen Feigen, Feigenkäse und sogar Feigenkaffee. Aber auch hierzulande wird kaum ein anderes Obst so kreativ verarbeitet wie die Feige – es gibt sie fast in jeder Form: als Schnaps, Mus, Marmelade, Brot, im Käse und im Tee. Feigenfans haben also Genussmöglichkeiten in Hülle und Fülle.

Neben ihrem exotischen Geschmack bringt die Feige das natürlichste Mittel für bessere Konzentration und Stressabbau mit auf den Tisch: Durch Ballaststoffe und Mineralstoffe, wie Kalzium, Magnesium und Eisen, wirkt die Frucht äußerst beruhigend auf die Nerven und hilft den Alltagsstress abzuschütteln. Wer speziell abends zu einem unruhigen Gemüt neigt, dem könnte ein Gläschen Feigenlikör in Verbindung mit reinem Orangensaft gut tun – denn diese Mischung sorgt für eine ruhige Nacht.

Für alle, die Feigen lieber essen als trinken, hier noch ein einfaches, aber leckeres Rezept für einen Feigen-Süßkartoffel-Salat.

Rezept für 4 Portionen
4 Süßkartoffeln (nicht zu groß)
6 EL Olivenöl
6 frische Feigen
1 Bund Frühlingszwiebeln
20 g Zucker
40 ml Balsamico
150 g Ziegenkäse
Salz
Pfeffer

Zubereitung
Den Backofen vorheizen auf 240 Grad. Die Süßkartoffel schälen, in Spalten schneiden und in eine Schüssel geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem Olivenöl vermischen. Die Süßkartoffelspalten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und für ca. 20 Minuten im Ofen backen. Sie sind gut, wenn sie leicht weich sind. In der Zwischenzeit die Feigen und die Frühlingszwiebeln waschen und trocknen. Die Feigen in Viertel schneiden und die Frühlingszwiebeln in Ringe. Den Ziegenkäse in kleine Stücke rupfen. Anschließend den Zucker mit dem Balsamico in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Den Herd etwas runter schalten und für ca. 3-4 Minuten weiter köcheln lassen. Die Feigen mit den Süßkartoffeln, dem Ziegenkäse und den Frühlingszwiebeln auf einem Teller anrichten. Die Balsamico-Sauce und etwas Olivenöl darauf verteilen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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