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Spinat

Fotos: Millenialab (Pixabay)

Matrose Popeye war es, dessen schier unüberwindliche Muskelkraft dem Spinat größte Popularität einräumte. Auch wenn die Superkräfte nur in der Comicwelt real sein mögen, Spinat gilt als optimaler Fitmacher und Vitaminlieferant. Im arabisch-persischen Raum wurde der Spinat schon vor Jahrhunderten kultiviert und als der „Prinz aller Gemüse“ bezeichnet. Er kam mit den Arabern nach Spanien und wurde von dort aus in den Rest der Welt verbreitet.

Spinat hat im Frühling und Sommer zarte, im Herbst und Winter große, ellipsenförmige Blätter, die nach oben hin spitz zulaufen. Typisch ist die deutliche Wölbung der Blätter zwischen den Rippen und die satte, grüne Farbe. So eignet sich vor allem der Frühlingsspinat mit seinen zarten Blättern ideal für den Verzehr als Salat. Das gleiche gilt auch für den Sommerspinat mit seinen etwas kräftigeren Blättern. Der Herbst und der Winterspinat hingegen mit ihren oft welligen Blättern, bieten sich zum Blanchieren oder für Aufläufe und Pfannkuchen an.

Zartblättriger, junger Babyspinat, knackfrisch vom Feld – ein großer Genuss. Gesundheits- und Figurbewussten geht der Griff zu den knackigen, aber feinen Blättern leicht von der Hand. Zartschmelzend zergeht junger Spinat auf der Zunge und erlaubt unbeschwerten Genuss in verschiedensten Gerichtsvariationen.

Nicht nur lecker-leicht, auch der Gesundheitswert des Spinats ist top: der hohe Magnesiumanteil unterstützt die Muskeln und insbesondere das Herz. Zudem trägt er mit bestimmten Baustoffen zur Reparatur und Erneuerung der Körperzellen bei, was im optimalen Fall die biologische Uhr ein wenig langsamer ticken lässt.

Doch damit nicht genug: Auch eine kerngesunde Mischung an B-Vitaminen ist enthalten; so trägt das Schönheitsvitamin Biotin zu toller Haut, Haaren und Nägel bei. Zudem ist das Spurenelement Mangan unter den Inhaltsstoffen: unverzichtbar für den Gesamtstoffwechsel, aktiviert es die Knochenbildung und stärkt die Zähne. Außerdem soll Mangan stimulierend wirken und für eine heitere Stimmungslage sorgen. Spinat ist ein echter Alleskönner, der auch noch reichlich Vitamin C und Kalium enthält; ersteres stärkt das Immunsystem, Kalium hingegen kann einer zu salzreichen Kost entwässernd entgegenwirken.

Der angeblich hohe Eisengehalt des Spinats jedoch ist eine alte Mär. Dieses hartnäckige Gerücht beruht auf einem Kalkulationsfehler. Zwar sind die Eisenwerte mit bis zu 3,5 g pro 100 g Spinat nicht allzu schlecht – Fleisch, Hirse oder Pistazien sind aber deutlich bessere Eisenlieferanten. Wichtig: Eisen aus pflanzlicher Nahrung kann vom Körper besser aufgenommen werden, wenn Vitamin C-haltige Nahrungsmittel dazu kombiniert werden.

Wie wäre es mit einem Spinatstrudel mit Walnuss-Tomaten-Pesto?

Rezept für 2 Portionen
100 g Walnusskerne
14 getrocknete Tomaten in Öl
2 Knoblauchzehen
etwas Olivenöl
1 Zwiebel
etwas Gemüsebrühe
500 g frischen Blattspinat
1 Rolle Blätterteig
1 Eigelb

Zubereitung
Für das Pesto die Walnüsse, die Tomaten, eine Knoblauchzehe mit einem guten Schuss Olivenöl in einen Mixer geben und bis zur gewünschten Konsistenz zerkleinern. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Den restlichen Knoblauch und die Zwiebel würfeln. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Würfel darin glasig anbraten. Mit etwas Gemüsebrühe ablöschen und den Spinat darin dünsten, bis er zusammenfällt. Mit Salz und Pfeffer würzen. Den Spinat etwas auskühlen lassen. Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Den Blätterteig ausrollen und mit dem Pesto bestreichen. Dann den Spinat darauf verteilen und von der langen Seite her aufrollen. Die Enden gut verschließen und den Strudel mit der Nahtstelle nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Den Strudel mit Eigelb bestreichen und auf der mittleren Schiene des Backofens für ca. 20 Minuten backen, bis er goldbraun ist.

Tipps
Der Strudel schmeckt auch kalt sehr gut.

Die Füllung lässt sich gut variieren. Man kann z. B. Fetakäse, gebratene Speckwürfel oder Cherrytomaten mit dazu geben.

Statt Walnüssen kann man auch gut Pinienkerne verwenden.

 

 

 

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