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Erbse

Fotos: pivisio (Pixabay)
Erbsen

Sie ist kugelrund, gerade einmal so groß wie die Perle einer Muschel und wurde schon im 15. Jahrhundert "hoffähig" als man hörte, dass Sonnenkönig Ludwig XIV in sie "vernarrt" sei: die Erbse. Ihre dekorativen Einsatzmöglichkeiten kennen praktisch keine Grenzen – ob als grüner Kontrast zwischen orangenen Karotten oder als kleine Farbtupfer im Kartoffelbrei. So hübsch sind die grünen Tupfer - und vor allem lecker - dass selbst viele Kinder Fans des doch so gesunden Gemüses sind.

Ähnlich unterschiedlich wie die Zubereitungsformen sind auch die Arten der Erbse. Die Pal- oder auch Schalerbse beispielsweise ist in der Regel als trockene Erbse bekannt, die erst in Wasser aufgeweicht werden muss. Die Markerbse hingegen wird aufgrund ihres süßlichen Geschmacks oft mit der Zuckererbse verwechselt. Die Zuckererbse zeichnet sich aber zusätzlich durch eine essbare Schale aus.

Viele von uns kennen sie vielleicht aus Kindheitstagen als kleine Garten-Nascherei direkt vom Strauch. Denn Erbsen dürfen im Gegensatz zu anderen Hülsenfrüchten auch roh gegessen werden, da sie keine giftigen Inhaltsstoffe wie Phasin enthalten. Bei anderen Hülsenfrüchten wird Phasin durch Kochen unschädlich gemacht. Geerntet werden die Erbsen zwischen Juni bis September. In dieser Zeit sind sie nicht nur frisch, sondern enthalten auch besonders viel natürliche Fruchtsüße - ein Hochgenuss für die Sinne.

Frische Erbsen müssen vor der Zubereitung aus den Schoten gelöst werden. Dies wird auch palen genannt. Dazu schneidet man den Stängel ab und zieht ihn dann nach unten um den Faden zu entfernen. Danach kann man die Schoten aufbrechen und die Erbsen mit den Händen ganz leicht auslösen. Bei Zuckerschoten braucht man gegebenenfalls nur die harten Stielenden abschneiden und vorhandene Fäden entfernen.

Die frische Erbse ist kaum schlagbar in Bezug auf Vitamine und gesundheitsfördernde Eigenschaften. Denn schon 75 g der kleinen grünen Hülsenfrucht decken die Hälfte des täglichen Bedarfs an Vitamin B1. Die zur Gattung der Schmetterlingsblütler zählende Erbse überzeugt mit einem reichhaltigen Speicher an Chlorophyll, dem krebshemmende Eigenschaften nachgesagt werden. Das kalorienarme Gemüse hilft Menschen mit Verdauungsproblemen und enthält einen hohen Anteil Saponine, die den Cholesterinspiegel senken. Für Menschen, die unter Eisenmangel leiden, wie z.B. viele Vegetarier, bietet die Erbse eine natürliche Eisenressource.

Besonders im Sommer, der Erntezeit der Erbse, gibt es herrlich viele Möglichkeiten die Köstlichkeit in Szene zu setzen. Wie wäre es mit einem Erbsen-Risotto mit Ricotta und Himbeeren?

Rezept für 4 Portionen
600 g Erbsen (dafür werden ca. 2 kg Erbsenschoten benötigt)
1 Bio-Zitrone
200 g Parmesan
20 Himbeeren
2,4 l Gemüsebrühe
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
6 EL Olivenöl
400 g Risotto-Reis
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
8 EL Ricotta

Zubereitung
Die Erbsen aus den Schoten lösen, abspülen und abtropfen lassen. Von der Zitrone den Saft auspressen und die Schale abreiben. Den Parmesan ebenfalls reiben. Die Himbeeren vorsichtig abspülen, gut abtropfen lassen und alles beiseite stellen.

Gemüsebrühe in einem Topf erhitzen und warm halten (ohne zu kochen).

Die Schalotten und den Knoblauch schälen und fein würfeln. In einem großen Topf das Olivenöl erhitzen und die Schalotten und den Knoblauch darin anschwitzen. Den Reis dazugeben und so lange rühren, bis der Reis glasig wird.

Gerade so viel Brühe zugießen, dass der Reis bedeckt ist. Offen bei mittlerer Hitze unter häufigem Rühren einkochen lassen. Mit einer Suppenkelle immer wieder etwas Gemüsebrühe zugeben, sobald sie vom Reis fast aufgesogen wurde. So weiter verfahren, bis nur noch eine Suppenkelle von der Gemüsebrühe übrig ist (das dauert ca. 15 Minuten). Mit der letzten Suppenkelle Gemüsebrühe die Hälfte des Zitronensafts und -schale mit den Erbsen dazugeben und 8 Minuten leicht weiter köcheln lassen.

Den Topf vom Herd nehmen, schnell den Parmesan einrühren, mit Salz, Pfeffer und evtl. Zitronensaft abschmecken und zugedeckt noch 2 Minuten ziehen lassen.

Das Risotto auf 4 Tellern verteilen, den Ricotta darauf verteilen, mit den Himbeeren garnieren und sofort servieren.

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