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Apfel

Fotos: Marco Rossink (Pixabay)

Kaum zu glauben, aber im Lateinischen wird der Apfel als „Malus“ bezeichnet, was so viel wie Leid, Übel und Unheil bedeutet. Zum Glück ist das Gegenteil der Fall, wir wissen schließlich: „An apple a day keeps the doctor away“.

Zu seinem lateinischen Namen kam das Kernobst durch die biblische Geschichte, in der Eva bekanntermaßen Adam mit einem Apfel verführte. In alten Volkstümern ist der Apfel ein Zeichen für das weibliche Geschlecht und wurde sogar als Liebesorakel verwendet: Aus dem Apfel wurde eine Figur geschnitzt und aus den Resten die Zukunft gelesen.

Ursprünglich stammt der Apfel aus Asien und wird seit dem 6. Jahrhundert in Europa angebaut. Mittlerweile gibt es geschätzt ca. 30.000 verschiedene Sorten – 2.000 davon wachsen in Deutschland. Zu den beliebtesten gehören Boskop, Braeburn, Holsteiner Cox, Jonagold und Elstar. Jeder Deutsche verzehrt rund 20 Kilo pro Jahr von der „Zahnbürste der Natur“, wie der Apfel wegen seiner reinigenden Fruchtsäuren auch genannt wird. Also einfach mal das Kaugummi durch einen Apfel ersetzen, die Zähne werden es euch danken!

Der Genuss dieses vielseitigen Obstes ist eine wahre Jungkur für den Körper, denn durch das im Apfel enthaltene Pektin werden Schadstoffe aus dem Körper geschwemmt und der Cholesterinspiegel gesenkt. Er enthält viele Vitamine – darunter A, B1, B2, B6 – und einige Mineralstoffe wie Magnesium und Kalium. Außerdem gilt der Apfel als altes Hausmittel gegen Magen- und Verdauungsbeschwerden und kann Schlafstörungen sowie Schwangerschaftsübelkeit lindern.

Der Apfel ist ein wahrer Allrounder. Er schmeckt sowohl in süßen als auch in herzhaften Gerichten. Wie wäre es mit einer leckeren Bratapfelmarmelade?

Rezept für 4 Schraubgläser à 250 ml
75 g gehackte Mandeln
1 fingernagelgroßes Stück Ingwer
1 Zitrone
1 Vanilleschote
750 g säuerliche Äpfel (z. B. Boskop)
2 EL Zucker
250 ml Apfelsaft
3 Zimtstangen
2 Sternanis
2-3 Tropen Bittermandelöl
500 g Gelierzucker 2:1

Zubereitung
Die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Den Ingwer schälen, fein reiben und die Zitrone auspressen. Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark mit einem Messer herauskratzen. Die Äpfel schälen, entkernen und in Würfel schneiden. In einem Topf den Zucker bei mittlerer Hitze karamellisieren lassen, mit dem Apfelsaft ablöschen und die Apfel-Stücke hinzufügen. Nun Vanillemark, Zitronensaft, Zimtstangen, Sternanis und Bittermandelöl dazu geben und die Masse ca. 15 köcheln lassen bis die Äpfel weich sind. Den Gelierzucker dazu geben und für weitere 2 bis 3 Minuten kochen. Den Topf vom Herd nehmen und die Mandeln unterrühren. Die Zimtstangen und den Sternanis entfernen. Die Bratapfelmarmelade noch heiß in die vorbereiteten (sterilisierten) Gläser füllen, zu schrauben und für 5 Minuten auf den Kopf stellen.

Je mehr Bittermandelöl man dazu gibt, desto mehr schmeckt die Marmelade nach Marzipan.

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